»STADTKULTUR AUS EINEM GUSS«

Eigenbetrieb: Sieben Bereiche sind unter einem Dach vereinigt / Personelle Stärke bleibt wie bisher
Bensheim. Jetzt ist es amtlich: Bildung und Kultur in Bensheim walten und schalten selbstständig unter einem gemeinsamen Dach. Der Eigenbetrieb "Stadtkultur" nimmt seit Mittwoch seine Arbeit unter neuem Vorzeichen auf.
Die sieben Bereiche, die vorher in der Verwaltung ihr jeweils "eigenes Süppchen kochten", agieren und präsentieren sich nun aus einem Guss.
Im Rahmen einer kleinen Feier im Eysoldt-Foyer des Parktheaters stellte Bürgermeister Thorsten Herrmann den Nutzen der neuen Organisationsform vor, die sich schon jetzt mit einem Corporate Design ein prägnantes Gesicht gibt. Bildung und Kultur seien in Bensheim zu einem Markenzeichen geworden und solle es bleiben. Eine Vernetzung und Verzahnung der einzelnen Sparten setze Synergie-Effekte durch effizienteres Personalmanagement und gemeinsames Planen des finanziellen Budgets im Eigenbetrieb frei.
Unter dem Dach "Stadtkultur Bensheim" sind die Bereiche Parktheater, Museum, Stadtbibliothek, Galerien, Volkshochschule, Musikschule und Events zusammengefasst. Kommissarischer Leiter der Betriebskommission ist Thomas Herborn. Bürgermeister Thorsten Herrmann unterstrich, dass die finanzielle wie auch personelle Ausstattung unangetastet bleibe. "Ich gehe davon aus, dass die Bürgerschaft von der neuen Organisationsform profitieren wird."
Herborn blickte zurück: Mit dem Ziel, Kultur und Bildung flexibler gestalten zu können, ging man Ende letzten Jahres ans Werk.
Man stellte sich der Aufgabe, das neue organisatorische Konstrukt inhaltlich zu füllen. Teams aus allen sieben Bereichen erarbeiteten zusammen eine Betriebssatzung und einen Wirtschaftsplan.
Mit 31 fest angestellten Mitarbeitern und 38 Honorarkräften bleibt die personelle Stärke wie gehabt. "Wir haben uns viel Zeit genommen, die Stadtkultur Bensheim auszugestalten", erklärte Herborn mit Blick auf die gemeinsamen Arbeitssitzungen. Stephanie Reichelt von Lorbeer Design präsentierte das Ergebnis. Die "kreativen Köpfe" entwickelten aus dem Leitbild ein Corporate Design.
Im gemeinsamen Logo spiegeln sich die einzelnen Sparten und lassen sich auf den ersten Blick erfassen. Nun ist auch die Webseite der Stadtkultur freigeschaltet, wie es hieß. moni
Bergsträßer Anzeiger
12. März 2010


